Auf dem Weg zur Schulstraße

Die Bewegung für eine „Schulstraße“ hat in dieser Woche Fahrt aufgenommen: Am Mittwochabend trafen sich die Erwachsenen in einer Zoom-Konferenz – auf Einladung der Initiatoren Lieke Ypma, Paul Metzner und Hendrik Send. Am Donnerstag waren dann die Kinder an der Reihe, um ihre Ideen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg und rund um unsere Grundschule zu diskutieren. Schon vorab konnten Schüler*innen und Eltern an einer Online-Abstimmung dazu teilnehmen.

Sechs engagierte Schüler*innen nannten im Zoom-Meeting Gefahrenstellen, schlugen aber auch tolle Lösungen vor. Ein Kind sprach aus, was viele denken: „Wenn ich gerade mit dem Hinterrad über die Straße bin, dann rasen die Autos schon vorbei. Die haben es immer so eilig.“ – Ein anderes meinte: „Das erste Auto hatte ich gesehen, das zweite nicht, es war eine ganze Schlange an Autos, dann lag ich fast drunter.“ Die Rede ist von den schwierigen Situationen speziell am Morgen. Schülerreporterin Mila wird über die Sicht der Kinder noch einmal extra berichten.

„Besonders unübersichtlich ist es für die Kinder jeden Morgen zwischen 7:30-8:15 Uhr vor der Schule am Schulenburgring. Viele SchülerInnen kommen teilweise mit Eltern zu Fuß und mit verschiedenen Verkehrsmitteln an. Zeitgleich sind Pendler aus dem Viertel und der Umgebung auf ihrem Weg mit dem Auto, vermehrt in dem Wolfring, teilweise in offensichtlicher Hektik“, beschreibt Lieke Ypma die Lage. Und: „Schulwegsicherheit können wir nur durch eine Neuorganisation der Situation auf der Straße herstellen.“ Darauf haben viele  Eltern und Kinder bereits bei einer erfolgreichen Aktion „Zu Fuß zur Schule“ im September aufmerksam gemacht. Zentrale Forderung ihrer Bewegung: die Einrichtung einer Spielstraße auf dem Schulenburgring vor unserer Grundschule auf dem Tempelhofer Feld. Dies scheint um so dringlicher, als die Schule mit immer mehr Schüler*innen weiter auf Wachstumskurs ist. Auch mehr Fußgängerüberwege, Fahrradstraßen und eine konsequente Durchsetzung des Tempolimits halten die Macher der Initiative Schulstraße für zentral, wie bei der Zoom-Konferenz deutlich wurde. Unterstützt werden die Ziele von Schulleiter Olaf Garbe, der an beiden Konferenzen teilnahm. 

Die Hoffnung von Frau Ypma und ihren engagierten Mitstreitern ist es, dass eine Schulstraße im Rahmen eines Pilotprojekts im Bezirk Wirklichkeit wird. Schließlich unterstützt der Bezirk das Schulische Mobilitäts-Management. Schon bald soll ein Konzept Bezirksstadträtin Christiane Heiß vorgestellt werden – auch das wurde am Donnerstag über Zoom besprochen. Wird der Plan Wirklichkeit, bedeutet dies, dass der Schulenburgring teilweise oder ganz für Autos gesperrt würde. So wäre der Schulweg für alle sicherer. Schulstraßen sind übrigens international bereits erprobt, es gibt sie unter anderem in den Niederlanden, in Österreich und Belgien. 

Den Kindern würde das sicher gefallen. Denn: „Alle Straßen um der Schule sollten Fußgängerzonen sein“, wünschte sich eines bei der Videokonferenz am Donnerstag. hub

3 Kommentare zu „Auf dem Weg zur Schulstraße

  1. Derzeit wird eine Präsentation erstellt, die dann der Bezirksstadträtin vorgelegt wird – so steht es im Artikel. Ohne Unterstützung des Bezirks wird es nicht gehen. Ansonsten sind auch weitere Aktionstage wie der im September (Zu Fuß zur Schule) geplant. und weitere Runden mit Eltern und Schülern, um die Wünsche aller Beteiligten zu diskutieren. 😀

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